Die außergewöhnlichen musikalischen und stimmlichen Talente von Rebecca Blanz (*1992) werden früh hörbar: die Rheinländerin überzeugt bereits im Kindesalter mit dramatischer Wucht und großem Stimmumfang beim Singen kölschen Liedgutes. In der musikalischen Familie wird die Begabung erkannt und zielstrebig gefördert. Als Geigerin und Pianistin gewinnt Rebecca Blanz zahlreiche Preise bei Jugend Musiziert und mit 12 ist ihr klar, dass sie Sängerin werden würde und auf die Bühne gehört. „Das Leben durch die Augen einer Rolle zu betrachten und erkunden, einen Charakter zu verkörpern und ihn zu stimmlichem Ausdruck werden zu lassen, das fasziniert mich an diesem Beruf.“

Als Jungstudentin beginnt sie mit 17 das Gesangstudium im Hochbegabtenzentrum der Hochschule für Musik Detmold, das sie mit dem Bachelor abschließt. Anschließend wechselt sie an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, die sie 2019 mit einem mit Auszeichnung bestandenen Master verlässt. Meisterkurse absolviert die Sopranistin bei großen Künstlerpersönlichkeiten wie Thomas Quasthoff, Olaf Bär, Bo Skovhus, Marjana Lipovsek, Deborah Polaski, Julius Drake, Gabriele Fontana, Thomas Heyer u.a.

Bereits während des Studiums entstehen erste CD Aufnahmen: „Die wilden Schwäne“ (2016 cpo), „Als treibe hier ein Herz zum Hafen“ (2016 encora). In Carl Reineckes „Aschenbrödel“ singt Rebecca Blanz die Titelrolle (2017 cpo). Noch während der Ausbildung gastiert Rebecca Blanz am Landestheater Detmold, Theater Münster, Theater Essen, an der Neue Studiobühne Wien u.v.m. An der Wiener Kammeroper und beim Spring Festival in Budapest debütiert sie 2018 in „A Quiet Place“ von Leonard Bernstein in der Rolle der Susie. Im Wiener Musikverein singt sie 2018 Uraufführungen von Erik Werba, bei den Bayreuther Festspielen debütiert sie 2018 in einer Uraufführung von Klaus Lang („Der verschwundene Hochzeiter“), im Jahr 2019 mit der Mailänder Scala als 1. Dame in Mozarts "Zauberflöte" in Shanghai.

Rebecca Blanz ist Vollblutmusikerin: sie arrangiert und komponiert, wechselt mühelos zwischen Stilen und Genres, interessiert sich auch für musikalische Perspektivwechsel.
Ihre erste wissenschaftliche Publikation erscheint unmittelbar nach ihrem Studium in Wien (2019 Lehrbuchverlag).
Im Lied ist sie vor allem im Fin de Siècle zu Hause, im Oratorium singt sie die großen Sopran-Partien von Bach, Brahms und Mendelssohn, in der Oper fühlt sich ihr lyrisch geführter Sopran mit dunkler Mittellage und strahlender Höhe in den Rollen wie Webers "Agathe" (Der Freischütz) oder Verdis "Desdemona" (Otello) besonders wohl.

Ihr absolutes Gehör kommt Rebecca Blanz immer wieder gerade bei Uraufführungen und im zeitgenössischen Repertoire (Reimann, Rihm u.a.) zugute.

Rebecca Blanz ist Preisträgerin beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin, Preisträgerin der Hauck-Aufhäuser Kulturstiftung, Stipendiatin des DAAD (2017), des Cusanuswerk (seit 2017) und des Richard Wagner Verbandes Wien (2019).